DEAD LORD – Surrender
Wer die Melange des klassischen Rock und Metal liebt, der kam in den letzten Jahren nicht um DEAD LORD herum. Bereits das fulminante Vorgängeralbum „In Ignorance We Trust“ konnte mich nach allen Regeln der Kunst überzeugen. Hierbei merkte meine Wenigkeit den dominanten THIN LIZZY Status innerhalb der Songs an. Dadurch war ich gespannt wie es die Jungs auf dem Folgealbum „Surrender“ machen würden und ob sie mich wiederholt überzeugen könnten. Diese Frage beantwortete sich gleich im ersten Song des neuen Albums. Der klassische British Rock, mit vielen Querverweisen auf den irischen Sektor in Richtung Phil Lynott ist abermals nicht von der Hand zu weisen.
Diese Herrschaften verstehen es wahrhaftig die alten Roots in die Jetztzeit zu befördern. Neuerlich ist der klangliche Einfluss der irischen Rocklegende nicht von der Hand zu weisen und wurde wunderbar mit eigenen Innovationen umgesetzt. Am Stand drehen sich die Herrschaften selbstredend nicht und so ergötzt sich meine Wenigkeit an superben Classic Rock Attitüden und darüber hinaus kommen noch als Steigerung glamouröse KISS Affinitäten zum Einsatz. Eine wunderbare, frische Kombination, welche mit der gekonnt-erdigen Produktion für ein wohliges Bauchgefühl sorgen.
Zusätzlich zu den mitreißenden Rockeinlagen gibt sich der Trupp hier und da zärtlichen Momenten hin. Diese sind spärlich eingelegt, im Kontrast hierzu sind sie vorhanden und bieten die ruhenden Parts, bevor DEAD LORD erneut ordentlich in die Saiten greifen und amtlich durchstarten.
Die Rockkatalysatoren schnauben, bevor die Jungs wieder amtlich ins Gaspedal treten und der Rockbenzinduft die Sinne berauscht. Als alter THIN LIZZY Freund und Verehrer bin ich schlichtweg geplättet, was die Jungs aus Schweden hier als Fortsetzung bieten.
Durch die kleinen Veränderungen bei den Aufnahmen zu „Surrender“ erweist sich das leichte veränderte Konzept als inspirierende Entscheidung das einen in eine Zeitreise mitreißt.
Ob nun kraftvolles Spiel oder gediegene Nummern der Klang ist wunderbar und jeder Retrofreund wird mit dieser Platte seine helle Freude haben. Obendrein wurden die Zwillingsgitarrenangriffe vermehrt in den Vordergrund, welche durch Mark und Bein gehen. Unbeeindruckt kann man beim Hören nicht sitzen bleiben, vielmehr bieten die satten Stücke einen guten Grund schweißtreibend die heimische Rockparty zu starten.
Abgesehen von den Zwillingsgitarren bietet dieses Album wunderbar aufwühlende Grooveinlagen, welche den exzellenten Basslinien von Ryan Kemp zuzuordnen sind.
Fazit: Mit „Surrender“ bieten DEAD LORD neuerlich ein klanglich opulentes Mahl für jeden Retro Rocker und der es werden will!
Tracklist
01 Distance Over Time
02 Letter From Allen St.
03 Authority
04 Evil Always Wins
05 Messin‘ Up
06 Dark End of The Rainbow
07 Bridges
08 The Loner’s Ways
09 Gonna Get Me
10 Dystopia
BONUS TRACKS (*)
11 Hands Down (Cover)
12 Moonchild (Cover)
13 I staden som aldrig slumrar till
Besetzung
Adam Lindmark – Drums
Martin Nordin – Guitar
Ryan Kemp – Bass
Hakim Krim – Vocals, Guitar